Potsdam & Umgebung
  • Potsdam & Umgebung
  • Potsdam & Umgebung
  • Potsdam & Umgebung
  • Potsdam & Umgebung
  • Potsdam & Umgebung
  • Potsdam & Umgebung
  • Potsdam & Umgebung
  • Potsdam & Umgebung
  • Potsdam & Umgebung

Potsdam, einstige Sommerresidenz der preussischen Könige und Kaiser am südwestlichen Rand von Berlin gelegen, ist ein hübsches kleines Städtchen mit vielen Sehenswürdigkeiten und dem größten Park- und Schlosskomplexes nördlich der Alpen.


Friedrich II., auch der „Alte Fritz“ genannt, prägte Potsdam von allen Königen am meisten. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern und Nachfolgern war für den alten Fritz Potsdam und nicht Berlin Wohn- und Regierungssitz. Friedrich II., auch „Philosoph von Sans Souci“ genannt, war aufgeschlossen für Kunst, Musik und Literatur. Ihm verdanken wir das Schlosstheater im Neuen Palais, eine der schönsten deutschen Spielstätten des Rokoko. Er ließ dort vor allem französische und italienische Schauspiele aufführen.

Neben internationalem Kulturellem begeisterte man sich früh für die Architektur vieler Länder und kopierte viele europäische Stile: man findet in Potsdam Bauten aus England, Russland, der Schweiz, der Türkei und Ägypten, sowie viele Bauten mit italienischen Stilelementen und französischer Architektur. Auch China fehlt nicht, denn zum Rokoko, dem Zeitalter der Chinoiserien gehörte der Zauber des Exotischen.

Neben den vielen Sehenswürdigkeiten und wundervollen Parkanlagen hat Potsdam aber noch anderes zu bieten: z.B. die Filmstadt Babelsberg. Die legendäre UFA drehte hier Filme, die Generationen begeisterte. Seit Ende des zweiten Weltkrieges entstanden in den Babelsberger Studios rund 1200 Kino- und Fernsehfilme.

Ein Spaziergang durch Potsdam ist ein Spaziergang durch deutsche und preußische Geschichte. Die Havelstadt galt als Symbol für den preußisch-deutschen Militarismus, der viel Unheil nach sich zog:
Am 01.08.1914 unterschrieb Kaiser Wilhelm II. an seinem Schreibtisch im Neuen Palais die Verkündigung des Kriegszustandes.
Am 31.03.1933, dem „Tag von Potsdam“, wurde in der Hof- und Garnisonkirche Adolf Hitler mit großem militärischem Pomp als Reichskanzler vereidigt.
Zwölf Jahre später flog die britische Royal Air Force einen Angriff auf Potsdam.
Am 14.04.1945 warfen 490 Flugzeuge rund 1750 Tonnen Sprengstoff auf die Innenstadt.
Wenige Wochen später trafen sich Harry S. Truman, Clement Attlee und Joseph W. Stalin im Schloss Cecilienhof. An einem eigens in Moskau dafür hergestellten runden Verhandlungstisch (heute noch dort zu sehen) beschlossen sie die europäische Nachkriegsordnung, das „Potsdamer Abkommen“.
Die von den Bombenangriffen schwer getroffenen Bauwerke Potsdams mochten die späteren DDR-Machthaber nicht wieder aufbauen, um den „militärischen Geist“ Potsdams symbolisch auszulöschen. Nach der Wende haben die Potsdamer Stadtverordneten beschlossen, dass Potsdam sein altes Zentrum wiedererhalten soll: über den Wiederaufbau von Stadtschloss und Garnisonskirche wird debattiert.

Die Hohenzollern ließen in Potsdam mehrere Türme errichten: eine gute Aussicht auf die Stadt kann man vom Orangerieschlossturm, vom Belvedere des Pfingstberges, dem Normannischen Turm des Ruinenberges oder auch von den Höhen des Babelsberger Parks haben.

Friedrich der II. soll 1758 über Potsdam geäußert haben: „Wenn Sie diese Stadt sehen, wird sie Ihnen gefallen.“

Heute hat Potsdam als Universitätsstadt fast 20000 Studenten, hat in seinen Zentren Potsdam Stadt und der Filmstadt Babelsberg mannigfaltige Kneipen, Bars, Discos und bietet auch jede Menge Kultur durch das Hans Otto Theater, den Nikolaisaal und den „Kulurstandort Schiffbauergasse“, der immer wieder durch jährliche Aktionen wie die „Tanztage“ oder das „Jazz-Festival“ mit internationalen Künstlern und Musikern auf sein Gelände lockt. Potsdam ist in jedem Fall eine Reise wert und erfreut durch seine malerische Lage zwischen Flüssen und Seen Auge und Sinne.

Seit das Gesamtkunstwerk aus Schlössern und Gärten, das über Jahrhunderte hinweg entstanden ist, von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurde, kommen verstärkt auch internationale Besucher nach Potsdam. Der Ensemble-Charakter, begründete die UNESCO, ist die Besonderheit dieser Anlagen. Die Parks Sanssouci, Neuer Garten und Babelsberg, Schloss und Park Sacrow mit der Heilandskirche sowie die zu Berlin gehörende Pfaueninsel und Glienicke mit seinen Schlössern wurden 1990 unter den Schutz der Unesco gestellt, 1999 kamen weitere 14 Denkmalbereiche hinzu, darunter die Russische Kolonie Alexandrowka und der Pfingstberg mit dem Belvedere.

 

m e h r  F o t o s   v o n   P o t s d a m ...

Nach oben